YEELEN

Dienstag, 3. Februar, 20:30 Uhr // Filmforum Höchst
Wdh.: Dienstag, 17. Februar 2026, 18 Uhr // DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum

YEELEN
Mali 1987. R: Souleymane CisséD: Issiaka Kane, Niamanto Sanogo, Balla Moussa Keita. 106 Min. DCP. OmU. Bambara, Fula

YEELEN dürfte Cissés international bekanntester Film sein. Ein junger Mann, Nianankoro, hat sich heilige Bambara-Fetische angeeignet und wird daraufhin von seinem auf Rache sinnenden Vater verfolgt, von seiner Mutter aber unterstützt. Er flieht in ein anderes Land, wo er zunächst als Dieb behandelt wird, dann aber den König gegen dessen Feinde unterstützt.  Es ist eine für ein europäisches Publikum ungewöhnliche Geschichte, die hier erzählt wird; der zentrale Vater-Sohn-Konflikt ist aber von universeller Anziehungskraft, und die Bilder üben einen geradezu magischen Sog aus. Die Bedeutung des Films erwächst aus seinen genau abgestimmten Details, die die Interaktionen der Figuren in jedem Moment plausibel und sinnfällig machen. YEELEN ist ein geglückter Versuch, die kulturelle Tradition lebendig zu halten und für die Moderne fruchtbar zu machen.