Africa Alive 2017 // 31.1. – 17.2.2017

RUN Emeka Udemba EBO TAYLOR & THE SALTPOND CITY BAND / GHANA Donald Vaughn UN International Decade for People of African Descent GHOSTLAND – THE VIEW OF THE JU/’HOANSI ADJIRI ODAMETEY - AFRICA ALIVE Eröffnungskonzert Kinderfest: ADESA - Afrikanische Clownshow MALI BLUES NAKOM AJI-BI, LES FEMMES DE L'HORLOGE ART WAR

Liebe Festivalfreunde!

In seiner 23. Ausgabe präsentiert das Festival Africa Alive den afrikanischen Kontinent mit einem breiten Spektrum an Dokumentar- und Spielfilmen. Neben aktuellen Filmen gibt es ein Rahmenprogramm bestehend aus Ausstellung, Konzerten, Lesung, Podiumsdiskussion und Kinderprogramm.

Ein Fokus ist in diesem Jahr auf das Thema „Migration“ gerichtet. Dabei werden zwei Filme gezeigt, die einen Perspektivwechsel andeuten und die Protagonisten selbst die Kamera in die Hand nehmen lassen.
Saliou Sarr begleitet gemeinsam mit Peter Heller in LIFE SAARABA ILLEGAL (2016) seine beiden Cousins in die Migration. Saliou Sarr und Peter Heller sind am 5. und 6.2. anwesend. In LES SAUTEURS (2016) filmt Abou Bakar Sidibé sein Leben an der Grenze zur spanischen Enklave Melilla und seine Versuche das Zaunsystem zu überwinden.

Der Länderschwerpunkt ist, wie bereits in den Jahren 1999 und 2010, Südafrika gewidmet. Im  Mittelpunkt steht die Frage, was aus der Regenbogennation Südafrika geworden ist: Der ANC steckt in einer Krise und immer mehr schwarze Südafrikaner*innen verweigern Jacob Zuma und dem ANC die Gefolgschaft, zudem klafft die Schere zwischen Arm und Reich weit auseinander.
Wie sich diese Situation in der aktuellen Filmproduktion dieses wichtigen afrikanischen Filmlandes widerspiegelt und wie sich die Filmschaffenden positionieren, wollen wir anhand einer kleinen Auswahl südafrikanischer Filme zeigen.
Wir zeigen u.a. AYANDA (2015) in Anwesenheit der Regisseurin Sara Blecher, MINERS SHOT DOWN (2014) von Rehad Desai und den Thriller COLD HARBOUR (2014) von Carey McKenzie.

Mit KATI KATI von Mbithi Masy (Kenia 2016), WÙLU (Mali 2016) von Daouda Coulibaly (Mali), NAKOM (Ghana/ USA 2016) von Kelly Daniela zeigen wir weitere aktuelle Spielfilmproduktionen aus Afrika.

Auch Mahammat-Saleh Haroun ist wieder vertreten. In seinem Dokumentarfilm lässt er Opfer der Gewaltherrschaft des Diktators Hissène Habré aus dem Tschad  zu Wort kommen.

Aus Nordafrika kommen INHEBBEK HEDI – HEDIS HOCHZEIT (Tunesien 2016) von Mohamed Ben Attia sowie die beiden ägyptischen Filme CLASH von Mohamed Diab, der mit seinem Film KAIRO 678 bekannt wurde und die Musik- und Künstlerdokumentation ART WAR.

Als weiteren Gast erwarten wir am 2.2 im Deutschen Filmmuseum Amina Weira aus dem Niger, die ihren Film LA COLÈRE DANS LE VENT (2016) über den Uranabbau in Arlit und ihren Vater, der dort jahrelang gearbeitet hat, zeigen wird.

Am 8.2. zeigt das Filmforum Höchst den mit dem hessischen Filmpreis für den besten Dokumentarfilm 2016 ausgezeichneten Film GHOSTLAND – THE VIEW OF THE JU/´HOANSI von Simon Stadler und Catenia Lermer, die beide auch zu Gast sein werden. Sie haben sich mit vier Ju/´hoansi, Bewohnern der Kalahari, auf eine Reise von Namibia nach Europa begeben, um die für sie exotische Lebensweise Europas zu erforschen.

Zu Auftakt findet im Neuen Theater am 31.1 um 20.00 Uhr ein Konzert des ghanaischen Singer-Songwriters und Multi-Instrumentalisten Adjiri Odametey statt. Zuvor wird um 18.00 Uhr im Foyer die Ausstellung „Telling Stories“ des nigerianischen Künstlers Emeka Udemba eröffnet, der in seinen Fotos die Perspektive von Migranten und Flüchtlingen in den Mittelpunkt stellt.

Die Podiumsdiskussion an Samstag den 4.2. um 14.00 Uhr in der ESG widmet sich der UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft und hat Vertreter verschiedener afrikanischer Initiativen und Vereinigungen eingeladen, die in der Diaspora leben. In diesem Zusammenhang läuft auch BOIS D’EBENE, der neue Film von Moussa Touré im Filmforum Höchst um 18:30 Uhr.

Am 12.2.2017 um 15.00 Uhr findet das beliebte Kinderfest mit Adesa aus Ghana bei Afroton statt.

Zur Lesung in der Ypsilon Buchhandlung & Café  am 16.2. um 20.00 Uhr trägt der Afro-Amerikaner Donald Vaughn aus seiner spannenden Autobiografie vor, die Erinnerungen und Erfahrungen aus zwei Kontinenten umfasst.

Zum Abschluss am 17.2. laden wir um 20.00 Uhr in die Brotfabrik ein zum  Konzert von Ebo Taylor, einem der bedeutendsten Highlife, Afrofunk und Afrobeat-Musiker aus Ghana, der mit seiner 8-köpfigen Band auftritt.

An dieser Stelle möchten wir unseres letztjährigen Eröffnungsgastes, des Filmemachers Cheick Fantamady Camara gedenken, der am 7. Januar 2017 überraschend verstorben ist.